Jura
Kristin Walter

Jura im Internet

Um in Deutschland studieren zu können, benötigt man eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung. Für das Gebiet "Jura" muss diese in Form der allgemeinen Hochschulreife, auch Abitur genannt, vorliegen. Alternativ ist die fachgebundene Hochschulreife anerkannt. Sie muss allerdings explizit das Einschlagen eines Werdegangs in diese Richtung bescheinigen.

Der Weg zum Jura Studium

Die Fachhochschulreife genügt für ein Universitätsstudium nicht - und nur hier lässt sich Jura studieren.
Es gibt keinen deutschlandweiten Numerus clausus mehr. Interessenten bewerben sich daher bei der Uni ihrer Wahl direkt. Nun wird ein hochschuleigenes Auswahlverfahren eingeleitet. Die Chancen, angenommen zu werden, variieren stark vom Andrang des speziellen Semesters.

Regelstudienzeit im Jura

Nach erfolgreicher Einschreibung beträgt die Regelstudienzeit 9 Semester.
Hiervon umfasst das Grundstudium 4 Monate.
Direkt im Anschluss folgt nun das Hauptstudium. Dieses kann zwischen 1 und 3 Semestern betragen.
Sind Grund- und Hauptstudium abgeschlossen, steht das erste Staatsexamen an.
Nach dessen Bestehen - die Durchfallquote liegt bei nur 20% - ist der universitäre Teil des Studiums beendet. Viele, jedoch nicht alle, Universitäten verleihen an diesem Punkt auch den akademischen Grad „Diplom-Jurist".

Es folgt üblicherweise das 21-monatige Referendariat, zum Beispiel in einem Gericht oder großen Rechtsabteilung innerhalb eines Unternehmens.
Erst dann erfolgt das 2. Staatsexamen, nach dessen Bestehen man sich schließlich Volljurist nennen darf.
Nun gibt es noch die Option der Promotion, d.h. das Verfassen einer Doktorarbeit.


Welchen Reiz hat das Jura für Studenten?


Das reizvolle an einem Jurastudium ist für viele, dass die Einsatzmöglichkeiten nach dem Abschluss sehr weit gefächert sind.
So gibt es längst nicht nur die Alternativen, Anwalt oder Richter zu werden, wie viele vermuten, wenn sie "Jura" hören. Doch allein hier besteht immer auch die Möglichkeit, traditionell in einer Großkanzlei oder auch als selbständiger Einzelanwalt tätig zu werden.
Auch Festanstellungen in der Immobilien- und Versicherungsbranche, dem öffentlichen Dienst oder im Personalwesen sind denkbar.
Eine wichtige Rolle bei den Berufsmöglichkeiten spielt die Abschlussnote des Examens. Bis zu 15% der Absolventen verfügen hier über gute bis sehr gute Noten und haben auf dem Arbeitsmarkt eine sehr gute Stellung. Ebenso lässt sich der eigene Marktwert durch eine Promotion steigern.

Schwieriger wird es für jene, deren Noten sich im mittleren bis unteren Bereich bewegen. Sie konkurrieren daher häufig mit Akademikern anderer Studienrichtungen, wie beispielsweise "Öffentlichkeitsarbeit" oder auch "Projektmanagement".

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